FAQ


Kann ich einen PLCS-21 Pulsgenerator mit Treibern, die einen analogen Steuereingang haben (z. B. einen LDP-VRM 01-12 CA) verwenden?

Der PLCS-21 ist ein digitaler Pulsgenerator und gibt daher nur binär ein Signal von 0 V oder 5 V aus.
Daher ist der PLCS-21 nicht geeignet für den Betrieb an einem analogen Signaleingang, da einerseits
nur diese zwei Werte möglich sind und auch das Signalrauschen für eine analoge Anwendung nicht
optimiert ist.

Für Treiber, die ein analoges Steuerungssignal benötigen, bietet PicoLAS den PLCS-40
Pulsgenerator an. Der PLCS-40 ist ein arbiträrer Pulsgenerator (gepulster AWG) mit einem internen
Speicher, der bis zu 32 frei definierbare Pulsformen speichern kann. Jede Pulsform kann eine Dauer von
bis zu 320 ns aufweisen.

Warum weicht mein erzielter Diodenstrom vom eingestellten Wert ab, obwohl ich mit einem PLCS-21 meinen LDP-V Treiber kalibriert habe?

Bei der Kalibrierungsroutine wird die Hochspannung (HV) in dem von Benutzer zu definierenden
Bereich von Minimum- zu einem Maximumwert abgefahren. Bei jedem HV-Wert wird ein 50 ns Puls
ausgesendet und der daraus resultierende Strom gemessen. Aus diesen Datenpunkten wird dann
eine Kalibrierungskurve erstellt und gespeichert, die eine Umrechung zwischen Spannung und Strom
ermöglicht.

Daher ist es wichtig, welche Anstiegszeit der Strompuls aufweist. Falls die Anstiegszeit länger als die
Pulsdauer bei einem beliebigen Zielstrom ist, wird nicht der volle Strom innerhalb der Pulsdauer
erreicht. Dadurch können Abweichungen von Ist-Strom zum Soll-Strom entstehen, falls entweder die
Anstiegszeit größer als die 50 ns der Kalibrierungspulse ist oder die Dauer der später vom Benutzer
verwendeten Pulse überschreitet. Eine hohe Anstiegzeit entsteht, wenn entweder die Impedanz der
Laserdiode oder die Verbindung zum Treiber zu hoch ist. Mehr Details zum Einfluss der Impedanz auf
die erzielten Strompulse finden Sie in den Dokumenten „Impedanz von Laserdioden“ und „Verbindung Treiber-Laserdiode“.

Warum erreicht mein LDP-C/CW 18/40/50-05 Treiber nicht den vollen Strom?

Die Treiber dieser Serie können als Sicherheitsfeature durch ein Potentiometer in Ihrem Maximalstrom
beschränkt werden. Das Potentiometer finden Sie auf dem Treiber an der im Bild gezeigten rot
umkreisten Position. Durch Drehungen im Uhrzeigersinn wird der Maximalstrom erhöht und durch
Drehungen gegen den Uhrzeigersinn reduziert. Weitere Hinweise finden Sie im Handbuch des
Treibers.

Eine weitere Möglichkeit ist eine ungeeignete Verbindung des Treibers mit der Laserdiode. Bei zu langen
oder zu dünnen Kabeln kann es zu signifikanten Spannungsabfällen kommen. Die
Versorgungsspannung muss stets 1 V über der Ausgangsspannung liegen. Die Ausgangsspannung
definiert sich dabei nicht nur aus der Gegenspannung der Last, sondern auch aus etwaige Verlusten im
Kabel. Dabei sind natürlich die Spezifikationen des Treibers zu berücksichtigen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Handbuch.

Mein PicoLAS Kurzpulstreiber zeigt keinen Ausgangsstrom, wenn ich ein Trigger-Signal sende. Was sollte ich überprüfen?

Bitte folgen Sie zunächst dem „How to get started guide“ aus dem Handbuch. Falls nicht anders im
Handbuch angegeben, empfehlen wir immer zunächst mit einem Kurzschluss statt mit einer Laserdiode zu
testen.

Der Triggereingang des Treibers benötigt ein 5 V Signal und ist mit 50 Ohm terminiert. Abhängig von
Ihrem eingesetzten Funktionsgenerator kann es notwendig sein, dass eine Einstellung oder eine
Korrektur des Signals notwendig ist, um die 5 V am Treiber zu erzielen. In manchen Fällen addiert der
Funktionsgenerator weitere 50 Ohm zum Gesamtwiderstand hinzu, so dass die effektive Spannung
am Triggereingang halbiert ist.

Ein einfaches Verfahren um dies zu testen, ist Ihren Funktionsgenerator an ein Oszilloskop mit 50
Ohm Abschluss anzuschließen. Wenn das dort angezeigte Signal von 0 bis 5 V reicht, ist Ihre
Einstellung korrekt. Ein symmetrisches Signal um den Ursprung von -2,5 V bis 2,5 V ist ebenfalls
nicht zulässig.